Die konstant präsenten Knackpunkte sehe ich im bewusst manipulativen Umgang mit den Wörtern, die sich zu einer Botschaft fügen, und der Fehlinterpretation dessen, der die Botschaft empfängt – aber fest davon überzeugt ist, das schwammige Gewäsch richtig eingelagert zu haben.
Wahlergebnisse sind zumeist das Resultat von Fehlinterpretationen mehr oder weniger sinnfreier Parolen.
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Das ist ein zentraler Punkt. Manipulation und Fehlinterpretation greifen ineinander und beides wird durch Sprache begünstigt, die nicht mehr klären will, sondern wirken.
Was mich daran besonders interessiert: Nicht nur bewusste Verdrehung, sondern auch die stillere Form - wenn Begriffe so gewählt werden, dass sie in vielen Köpfen jeweils etwas anderes auslösen, aber trotzdem nach Klarheit klingen. Dann wird Unschärfe zur Strategie.
Und ja: Wer überzeugt ist, "es richtig verstanden" zu haben, ist oft am schwersten erreichbar - weil Irritation nicht mehr als Signal gilt, sondern als Angriff.