Dein Text hat mich innehalten lassen. Beim Lesen habe ich mich weniger gefragt, ob jemand die Reports liest, sondern was in einem vorgehen muss, damit das absichtliche Einbauen von Fehlern zu einer Art Antwort auf den Alltag wird.
Ist es ein Test? Ein stiller Protest? Oder vielleicht der Wunsch, endlich gesehen zu werden?
Und was sagt es über unsere Arbeits- und Kommunikationskultur aus, wenn Sorgfalt kaum noch wahrgenommen wird?
Auch bei der Frage nach Text und Bild bleibe ich hängen. Macht die Kürze uns wirklich „dümmer“ - oder sind wir eher müde, überreizt und ständig gezwungen zu filtern? Vielleicht ist es weniger ein Mangel an Fähigkeit zur Tiefe als ein Mangel an Raum dafür.
Mich interessiert, ob absichtliche Fehler am Ende wirklich entlarven, was wir zu entlarven hoffen, oder ob sie nur ein Spiegelbild dessen sind, wie wenig Vertrauen wir in Aufmerksamkeit haben.
Danke für den Text. Er stellt mehr Fragen, als er beantwortet und genau darin liegt sein Wert.
Es ist der Nihilismus und das Coping mit diesem
Aber gute Fragen
Es ist nicht in Ordnung, in Vertrauensverhältnisse Absichtlich Fehler einzubauen!
Da hat dich dein Gefühl schon richtig gewart.
Den Einwand verstehe ich, und ja: In einem funktionierenden Vertrauensverhältnis sollte so etwas nicht nötig sein. Für mich ging es eher darum zu verstehen, warum solche Schutzmechanismen entstehen - oft sind sie ein Zeichen dafür, dass Vertrauen bereits fehlt.
Du lässt dir Äpfel für Birnen verkaufen von der Geschichte. Da geht es nicht um Selbstschutz.
Ich habe das faktisch Widerlegt inzwischen. Lese mal unseren Verlauf da oben. Mag sein das ich ne Arschlochssprache habe, aber ich bin wenigstens Ehrlich mit mir und anderen.
Der Lügt und Spielt!
Und meint es uns als Schutz und Gesellschaftskritik verkaufen zu können. Jage mal den ganzen Verlauf von mir und ihm durch ne KI.
Das ist Augenöffnend und übrigens inzwischen Testmaterial für das Werkzeug das ich deswegen inzwischen so heftig weit Entwickelt habe.
LG
Sascha
Danke für deine Einschätzung. Ich habe mir auch deinen Blog angeschaut und mir die Aufzeichnungen zu deinem Lügendetektor-Projekt angesehen - ein interessantes Vorhaben! Den Sinn dahinter habe ich noch nicht ganz erfasst, aber ich finde es spannend, solche Experimente zu verfolgen.
Mir geht es in der Diskussion weniger darum, Verhalten zu bewerten, sondern unterschiedliche Perspektiven nachzuvollziehen. Ich denke, wir können zustimmen, dass Vertrauen und Verantwortung in Teams komplexe Themen sind, die viele Blickwinkel zulassen.
Ja das sind wir uns sowas von Einig das des Thema eine komplexe Sache ist.
Das was ich da baue, soll wissenschaftlich belegbar (ich stütze mich da auf zwar alte, aber sehr Gut ausgearbeitete Schriften) sein und absichtliche Negativhandlungen in Textdokumenten aufzeigen. Es soll nicht einfach nur Fehler zeigen, sondern Absichten und Zusammenhänge auswerten, die eigentlich nicht sein sollten, wenn jemand seine Arbeit lauter und ehrlich gemacht hat. Auch wenn er Fehler macht, würde das Werkzeug soetwas nicht Bewerten, sondern nur Eindeutige Verhaltensmuster aufzeigen.
Das kann man fein machen, so wie die KIs und ich das inzwischen gebaut haben. Ohne Moralkeule, die ich als Mensch aber freilich offen halte schwingen zu dürfen.
Das Werkzeug soll einfach nur zeigen, was auf jeden Fall Nachprüfbar und Belegbar nicht so gemacht wurde, wie man es Vorraussetzen sollte.
Arbeitsverhältnisse ohne Vertrauensbasis werden normalerweise gekündigt, soviel ich weis.
Da reicht ja schon einen Kugelschreiber zu stehlen, zu Recht, damit man als Arbeitgeber sich von der Person trennen kann.
Das Werkzeug zeigt dann, ob einer sowas in Schriften versucht oder macht und das sehr Eindrücklich am Ende des Tages.
Ja, das stimmt - bei Vertrauensverlust werden Arbeitsverhältnisse oft beendet. Aber in Positionen mit Sorgfaltspflichten wird in der Regel erst versucht, das Verhältnis wiederherzustellen, bevor man zu so drastischen Maßnahmen greift. Ich habe das in meiner Erfahrung auch so gehandhabt.
Dein Projekt klingt auf jeden Fall sehr interessant, und ich finde es spannend, wie strukturiert und sachlich du das angehst. Besonders gefällt mir, dass du dich auf nachvollziehbare, belegbare Muster konzentrierst. Ich werde es weiterverfolgen.
Ja das ist natürlich klar das man auch erstmal miteinander reden kann und so weiter.
Die Arbeiten die ich mache, sind ja im Gegensatz zu meinem Früherem ständigem Mimimi und alles ist Böse deswegen auch so "Sachlich" damit ich meinen Weg finde, aus dem "Schlechtem Verhalten" von Früher eine Nützlichkeit für andere und vielleicht sogar mich damit ziehen zu können.
Die KI Programme, helfen mir auch dabei, sehr Sachlich zu werden. Ich meine Aufregen, das tue ich mich immer noch sehr. :-)
Aber ich bin auch dabei, dannach einen Weg zu suchen, so wie Gestern sehr direkt, wie man die Situation Faktisch entschärfen kann und ich eben, ruhiger Schlafen, mit dem Wissen, das ich was gemacht habe, statt nur zu meckern.
Wenn ich mit dem Programm Fertig bin, kann ich dich ja einfach erwähnen in dem entsprechendem Beitrag dazu.
Damit sparst Du dir all die vielen Zwischenschritte zu Lesen, die ich auf jeden Fall auch aufschreiben werde mit dem ganzem Gedönse drum herum. :-)
Außer Du möchtest das nicht!
Danke dir für dein Interesse, mich freut es sehr, wenn man konstruktive Wege schätzt.
Ich baue absichtlich immer zwei Zahlendreher ein, sodass am Ende die Summe stimmt. Aber die sind offensichtlich, denn für mein Umfeld ist einer der Werte unmöglich. Warum mache ich das? Erstens, um zu sehen, ob es wirklich gelesen wird oder ob jemand nur die Endsumme kopiert, ohne die Argumentation dahinter. Zweitens, damit jemand, der besessen von Mikromanagement ist, den Fehler findet und nicht andere Daten ändert. Es ist letztendlich ein Schutzmechanismus.
Danke für die offene Erklärung. So ergibt das für mich total Sinn. In dem Kontext wirkt es weniger wie ein Spiel oder eine Provokation, sondern wirklich wie ein Schutzmechanismus - sowohl gegen oberflächliches Arbeiten als auch gegen unnötiges Mikromanagement.
Ich kann den Gedanken gut nachvollziehen: Einen "offensichtlichen" Fehler einzubauen, der nur dann auffällt, wenn jemand wirklich liest, ist letztlich auch ein Statement für Sorgfalt und inhaltliches Arbeiten. Und gleichzeitig eine Art Selbstschutz in einem Umfeld, in dem Vertrauen oder Augenmaß nicht selbstverständlich sind.
Vielleicht zeigt das weniger etwas über dich als über die Strukturen, in denen wir arbeiten und darüber, welche Strategien man entwickelt, um darin handlungsfähig zu bleiben.
Es gibt verschiedene Forschungen, die zeigen, dass diese Kurzform der Medien uns tatsächlich dumm macht. Wir bekommen zu viel Dopamin, was eine Abhängigkeit erzeugt, und Kortisol, das uns am Ende sehr viel Stress bereitet.
Hier eine Studie zum Thema:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41231585/
Danke für den Link. Ich habe mir die Studienbeschreibung angesehen, und ja - es scheint eine Korrelation zwischen Kurzformaten, Dopamin/Cortisol und kognitiver Belastung zu geben. Das ist ein wichtiger Punkt.
Offen bleibt für mich dennoch die Frage nach der Kausalität: Machen diese Formate uns „dümmer“, oder nutzen wir sie vermehrt, weil wir bereits überreizt und erschöpft sind? Vermutlich verstärken sich beide Effekte gegenseitig.
In jedem Fall ein spannender und relevanter Aspekt der Diskussion.