☀️ Mercedes Solarlack – Innovation oder nur eine glänzende Illusion?

☀️ Mercedes Solarlack – Innovation oder nur eine glänzende Illusion?

☀️ Mercedes Solar Paint – Innovation or Just a Shiny Illusion?

Mercedes Vision Iconic Solar Paint


Das Versprechen einer solaren Zukunft

The Promise of a Solar Future

Mercedes-Benz präsentierte etwas, das fast wie Magie klang: eine Autolackierung, die Strom erzeugen kann. Der sogenannte Solarlack wurde am futuristischen Konzeptfahrzeug Vision Iconic gezeigt und soll laut Mercedes einen Wirkungsgrad von bis zu 20 % erreichen, ähnlich wie klassische Solarzellen. Die Idee dahinter ist verlockend. Man stellt das Auto in die Sonne und gewinnt dadurch jedes Jahr Tausende Kilometer zusätzliche Reichweite.

Mercedes-Benz presented something that sounded almost like magic: a car paint that can generate electricity. The so-called Solar Paint was shown on the futuristic concept car Vision Iconic and, according to Mercedes, could achieve an efficiency of up to 20 %, similar to conventional solar cells. The idea behind it is seductive. Imagine parking your car in the sun and gaining thousands of kilometers of range per year.


Wie das Ganze funktionieren soll

How It’s Supposed to Work

Unter der sichtbaren Lackschicht befindet sich eine fünf Mikrometer dünne photovoltaische Schicht, eine Art „Solarpaste“ aus Nanopartikeln, die Licht in Strom umwandelt. Im Gegensatz zu herkömmlichen Siliziumzellen lässt sich dieses flexible Material über gekrümmte Fahrzeugflächen auftragen. Es enthält keine seltenen Erden oder giftigen Stoffe, und Mercedes behauptet, es könne genug Energie für bis zu 12.000 km pro Jahr erzeugen, theoretisch sogar 20.000 km in besonders sonnigen Regionen.

Underneath the visible layer of paint lies a five-micrometer-thin photovoltaic film, a kind of “solar paste” made of nanoparticles that convert light into electricity. Unlike traditional silicon panels, this flexible material can be applied over curved body surfaces. It contains no rare earths or toxic materials, and Mercedes claims it could generate enough energy for up to 12,000 km per year, theoretically even 20,000 km in sunny regions.


Der Haken und warum es noch nicht bewiesen ist

The Catch and Why It’s Not Proven Yet

Fakt ist: Dieser Lack existiert bisher nur als Forschungsprototyp. Kein unabhängiges Labor hat die Werte bestätigt. Der Vision Iconic ist ein Schaustück, kein Serienfahrzeug. Die Angabe von 12.000 km stammt aus idealen Laborbedingungen mit konstanter Sonne, perfektem Winkel und ohne Abschattung. In der Realität ist das weit davon entfernt, insbesondere in Mitteleuropa. Selbst bei gutem Wetter würde eine solche Beschichtung wohl nur wenige Hundert Watt erzeugen, genug für 30 bis 40 km pro Woche im Sommer, aber fast nichts im Winter.

Let’s be clear: this paint exists only as a research prototype. No independent lab has verified those numbers. The Vision Iconic is a showpiece, not a production car. The 12,000 km figure comes from ideal lab conditions: constant sunlight, perfect angle and no shading. In real life, that’s far from realistic, especially in Central Europe. Even under good weather, such a coating might barely generate a few hundred watts, enough to drive 30–40 km per week in summer, but almost nothing in winter.


Erinnert ihr euch an den Wasserstofftraum?

Remember the Hydrogen Dream?

Es ist nicht das erste Mal, dass Mercedes futuristische Ideen zeigt, die nie den Weg auf die Straße fanden. In den frühen 2000er-Jahren waren Wasserstoffautos die große Hoffnung: sauber, emissionsfrei, der Treibstoff der Zukunft. Zwei Jahrzehnte später wissen wir, wie es endete: keine Infrastruktur, hohe Kosten und ein Traum, der im Nebel verschwand. Der Solarlack könnte die nächste glänzende Ablenkung sein, hübsch verpackt in Innovationsrhetorik.

This isn’t the first time Mercedes showed futuristic ideas that never left the lab. In the early 2000s, hydrogen cars were the big hope: clean, emission-free, the fuel of the future. Two decades later, we know how that turned out. No infrastructure, high costs and a dream that faded in the fog. The Solar Paint may just be the next shiny distraction, wrapped in innovation talk.


Die eigentliche Frage – Wird Mercedes die Technologie teilen?

The Real Question – Will Mercedes Share It?

Hinter all den glänzenden Pressemitteilungen steckt ein größeres Problem: die Frage des Besitzes. Selbst wenn der Solarlack funktioniert, hängt sein Nutzen ganz davon ab, wie Mercedes damit umgeht. Wird diese Technologie nur intern genutzt, als exklusives Marketinginstrument für Luxusmodelle, oder wird sie lizenziert, weiterentwickelt und auch anderen Branchen zugänglich gemacht? Vielleicht sogar für LKW, Busse oder Gebäude?

There’s a deeper issue behind all the shiny press releases: ownership. Even if the Solar Paint works, its potential impact depends entirely on how Mercedes handles it. Will this technology stay locked inside the company, used only for luxury models and marketing buzz? Or will it be licensed, developed openly and shared with other industries, perhaps even used on trucks, buses or buildings?

Denn nur durch offene Zusammenarbeit könnte eine solche Idee die Welt wirklich verändern. Innovation, die hinter Konzernmauern bleibt, ist nur eine weitere Geschichte von „was hätte sein können“.

Because only through open cooperation could such an idea truly change the world. Innovation that stays behind corporate walls is just another story of “what could have been.”


Warum es trotzdem wichtig ist

Why It Still Matters

Auch wenn der Solarlack vielleicht nie Realität wird, ist die Forschung dahinter wichtig. Nanotechnologie-basierte Photovoltaik könnte eines Tages leichte, flexible Solarbeschichtungen ermöglichen, etwa für Drohnen, Boote oder kleine Geräte. Mercedes treibt die Diskussion voran, und das ist wertvoll. Aber wir sollten Forschung nicht mit Revolution verwechseln.

Even if the Solar Paint never becomes reality, the research behind it matters. Nanotechnology-based photovoltaics could one day make lightweight, flexible solar coatings possible for drones, boats or small devices. Mercedes is pushing the conversation forward and that’s valuable. But we shouldn’t confuse research with revolution.


Mein Fazit – eine glänzende Fata Morgana für die Schlagzeilen

My Take – A Shiny Mirage for the Headlines

Im Moment wirkt der Solarlack wie das, was Marketingabteilungen gern „Vision Concept“ nennen, gedacht, um Investoren zu begeistern und Schlagzeilen zu erzeugen. Es zeigt Ehrgeiz, aber keine Alltagstauglichkeit. Solange kein Mercedes EQ tatsächlich auf einem Parkplatz Strom tankt, bleibt es, was es ist: eine schöne Illusion mit einem Körnchen Wahrheit.

For now, the Solar Paint looks like what marketers call a “vision concept”, meant to inspire investors and make headlines. It shows ambition, yes, but not feasibility. Until we see a Mercedes EQ actually charging itself in a parking lot, it remains what it is: a beautiful illusion with a touch of truth.


Quellen


Community-Fragen

Was meint ihr, wird Mercedes diese Technologie jemals offen teilen oder bleibt sie ein Marketinginstrument für Luxusmodelle?
Glaubt ihr, dass wir eines Tages wirklich Autos sehen, die sich selbst aufladen?

What do you think, will Mercedes ever share this technology openly or will it remain a marketing tool for luxury cars? Do you believe we will ever see cars that truly charge themselves?

Danke fürs Lesen und bleibt neugierig, was die Zukunft der Elektromobilität wirklich bringt.
Thanks for reading and stay curious about what the future of electric mobility will truly bring.



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Flexible Solarzellen aus Nano Partikeln sind ja keine Erfindung von Mercedes. Das gibt es schon eine Weile. Und ob das an einem Auto genug Strom erzeugt, der im Verhältnis zum Aufwand und den Kosten für diesen Lack steht, bleibt zu bezweifeln. Und mit einer herkömmlichen Solaranlage könnte man jedes Fahrzeug laden und nicht nur den tollen Mercedes für mehrere hunderttausend Euro.

Fazit: sinnfreier Marketing Bullshit