Auch bei der Frage nach Text und Bild bleibe ich hängen. Macht die Kürze uns wirklich „dümmer“ - oder sind wir eher müde, überreizt und ständig gezwungen zu filtern? Vielleicht ist es weniger ein Mangel an Fähigkeit zur Tiefe als ein Mangel an Raum dafür.
Es gibt verschiedene Forschungen, die zeigen, dass diese Kurzform der Medien uns tatsächlich dumm macht. Wir bekommen zu viel Dopamin, was eine Abhängigkeit erzeugt, und Kortisol, das uns am Ende sehr viel Stress bereitet.
Hier eine Studie zum Thema:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41231585/
Danke für den Link. Ich habe mir die Studienbeschreibung angesehen, und ja - es scheint eine Korrelation zwischen Kurzformaten, Dopamin/Cortisol und kognitiver Belastung zu geben. Das ist ein wichtiger Punkt.
Offen bleibt für mich dennoch die Frage nach der Kausalität: Machen diese Formate uns „dümmer“, oder nutzen wir sie vermehrt, weil wir bereits überreizt und erschöpft sind? Vermutlich verstärken sich beide Effekte gegenseitig.
In jedem Fall ein spannender und relevanter Aspekt der Diskussion.