Verschiedene Linuxe auf einem USB-SSD Stick gemeinsam nutzen

in #deutsch5 months ago

Das ist etwas, das wollte ich schon sehr lange machen. War mir aber nicht sicher, wie es funktioniert. Und für Fehlversuche habe ich momentan nicht so die Geduld. Glücklicherweise kann man für solche Dinge die KI fragen; bei technischen Sachen, wenn sie nicht zu kompliziert werden, kennt sie sich gut aus.

Der USB-Stick umfasst 256GB und ist lt. Chatbot sogar ziemlich schnell auf einem USB 3.2.
Ich glaub 350M/s, weiß aber leider nicht mehr, ob das lesen oder schreiben war.

Aber zurück zum Thema:

Mehrere Betriebssysteme auf einem Stick zu verwalten, ist gar nicht mal so schwer. Am wichtigsten ist wohl, dass alle Betriebssysteme nur auf eine Bootpartition zugreifen und diese beim Erstellen nicht löschen/formatieren, sondern ihre eigenen Bootwerte hinzufügen. Bis jetzt bin ich mit

/boot/efi FAT32 2GB

gut gefahren.

Derweil sind es 3 Linuxe, die ich in Verwendung habe, alle auf BTRFS Partitionen.

  1. Fedora 42
  2. Cachy OS
  3. Manjaro

Mein momentaner Status:

  • Fedora kommt mir zu bevormundend vor, obwohl ich den Gnome-Desktop dort ausnahmsweise einladend finde. Aber es war, ziemlich langsam. Hat zB bei Installationen gerne nochmals 2 Minuten nachgewerkelt.

  • Cachy ist eine lustige Spielerei, aber dafür muss man viel Zeit aufwenden und genügend Interesse und Muße mitbringen. Nur so zB.: Ich wollte wo meine E-Mailadresse eintragen und jedesmal hat sich der Browser beendet. Bis ich draufkam, dass ALTGR+Q wo als "beenden" registriert war.

  • Manjaro ist mir momentan tatsächlich am sympathischsten. Es ist mit dem xfce Desktop ruhig und unaufdringlich. Es wirkt grafisch ein wenig primitiv, wenn ich an meinen Plasma Desktop von KDE denke. Vielleicht wie ein altes Windows, aber aufgepeppelt. In Manjaro schreibe ich auch diesen Text gerade

Für alle 3, habe ich mit etwas Aufwand die Passwörter von KWallet exportiert und mit Gefusel halbwegs in eine Textdatei konvertiert, die zB auch Keepass versteht. KWallet verwende ich schon viele Jahre, da wäre mir noch nie in den Sinn gekommen, dass die Passwörter nicht übertragbar sind.

Was mir aber am meisten gefällt, sind die zusätzlichen Einstellungen in der

/etc/fstab

Das ist die Datei, wo alle Partitionen (die gewollt und gebraucht werden) gemountet/eingehängt werden. Da habe ich einen Verweis auf Bilder, Dokumente, Videos und Musik von meiner OpenSuse, die ich normalerweise verwende. Heißt, der Stick greift auf die Daten von meinem eigentlichen Produktivsystem zu, aber nicht als Link, sondern 1:1. So geht mir nix verloren, es sei denn ich lösche mal wieder was (versehentlich). Da gibt es aber auch eine gute Lösung inzwischen

rsynch mit crontab

alle 6 Stunden, überträgt es auf den Laptop. (Natürlich nicht, wenn der Rechner ausgeschaltet ist)

Vorgenommen habe ich mir zum Testen noch

  • Linux Mint
  • Pop! OS
  • MX-Linux

und was sonst noch so zufliegt. Welche Distribution würdet ihr noch empfehlen?

grafik.png

Sort:  

Hab mich nach 30 Jahren Windows (ja, seit W95) jetzt auch mal an Linux herangewagt. Hab mir einen Mini PC gekauft, der W11 vorinstalliert hatte. Aber das wollte ich nicht mitmachen.
Also hab ich den Speicher mit einer 2TB SSD ersetzt. Und dann gaaanz vorsichtig Linux installiert. Stimmt Chat GPT kennt sich damit einigermaßen aus. Alle im Netz sagen Linux Mint sei für Umsteiger am besten, also hab ich das genommen. Die Installation war recht einfach.
Aber der Anfang war schwer. Und auch wenn ich nun einige Erfolge hatte - manches funktioniert nicht so wie ich es gerne hätte. Mal sehen ob ich das noch hinkriege. Und wenn nicht, wars wenigsten gratis...

Ja, man sagt Linux Mint sei das Beste zum Umsteigen von Windows, da es einigermaßen an die Struktur von Windows 7 erinnert. Wenn du von Windows kommst, laufen ein paar Dinge anders als gewohnt. Das mit den Paketquellen und dem Updaten davon, die vielen verschiedenen anderen Namen der Programme, manches ist an anderen Orten als erwartet, alles ist eine Datei (selbst die Laufwerke), die Konsole wo man manchmal irgendwelches kryptisches Zeugs eingeben soll, wo du vielleicht noch wenig davon kennst.

Da gibts bestimmt noch mehr..

Ich finde es super, dass du diesen Schritt gewagt hast. Da hätte ich gesagt, wenn du Fragen hast, frag ruhig. Aber inzwischen macht das die KI sicher schneller und besser.

Jetzt habe ich glatt vergessen zu fragen, wie dein erster Eindruck ist.
Also, wie ist dein erster Eindruck?

Ich sag mal, nicht so schlimm wie ich befürchtet hatte, aber auch nicht richtig gut. Ja, mit einigen Punkten die Du ansprichst, hader ich ich noch. Und die KI kann auch nicht alles beantworten.
Das erste, was ich wissen möchte ist, wie stell ich die scheiß Passwortabfrage ab??? Die beim Start hab ich schon erfolgreich gekillt, aber dauernd fragt er bei bestimmten Programmen nach. Dabei bin ich als Admin angemeldet - das muß doch wohl reichen!
Eine andere Sache ist das mit dem Laufwerke einhängen, was soll das ? Heute war ein Laufwerk nach dem Start plötzlich weg, also schon da aber nicht mehr eingehängt. Dann muß man wieder rumsuchen wo man das macht.
Und dann gibts ein paar Sachen, die offenbar nicht mit Linux laufen. Avira zB., oder ein externes Soundkarte/Mixer die über USB läuft - da gibt es anscheinend keinen Treiber für.
Na ja, wenigsten wird man nicht von MS gegängelt, wie mit W11, und es kostet nix. Vieleicht fuchse ich mich da noch rein. Bis jetzt hab ich jeden Tag was rausgefunden.
Danke für Dein Hilfsangebot! Ich hoffe ich muß es nicht zu oft nutzen... :)

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